Unbewusste und unterdrückte Emotionen lösen: Tipps und Stolpersteine

Im letzten Blog Posts ging es darum, wie innere Blockaden und einschränkende Themen entstehen und wodurch sie gelöst werden. Dabei spielten unbewusste und unterdrückte Emotionen eine grosse Rolle.

Im Folgenden wird näher auf dieses Thema eingegangen. Du erfährst, wie genau unbewusste und unterdrückte Emotionen gelöst werden können bzw. Tipps dazu und auch einige Beobachtungen, was dabei häufige Stolpersteine sind.

Unbewusste Emotionen lösen - eigentlich ganz simpel…

Eigentlich wäre es ganz simpel, um unbewusste oder unterdrückte Emotionen zu lösen:

Unbewusste oder unterdrückte Emotionen müssen wahrgenommen werden, dann verpufft die Energie und die Emotion löst sich auf.

Die Hauptschwierigkeit dabei ist, dass dies nicht über den Verstand erfolgen kann. Es ist ein inneres Erfahren in einem Zustand von Präsenz, ohne Widerstand zu haben oder von der Emotion mitgerissen zu werden.

Tipps, um unbewusste und unterdrückte Emotionen wahrzunehmen

Wenn du das nächste Mal eine Emotion fühlst, versuche einmal die folgenden Tipps. Alternativ kannst du auch bewusst an ein einschränkendes Thema oder innere Blockade denken, um wahrzunehmen was du fühlst und die folgenden Tipps umzusetzen.

  • Behalte dabei einen Körperanker, d.h. behalte einen Teil deiner Aufmerksamkeit in deinem Körper. Spüre deinen Körper von innen, während du gleichzeitig die Emotion wahrnimmst. Dies hilft, präsent mit der Emotion zu sein, ohne davon mitgerissen zu werden

  • Nimm die Emotion bzw. die Energie der Emotion direkt wahr, d.h. ohne Gedanken / “Geschichten” darüber, woher, wieso etc.

  • Beobachte die Emotion oder die Energie der Emotion aus einer inneren Haltung von Neugier, d.h. ohne die Emotion “weghaben” zu wollen, zu verurteilen oder Widerstand dagegen zu haben

  • Lass zu, dass die Emotion sich verändert oder auflöst, halte nicht daran fest

Häufige Stolpersteine

  1. Emotionen unterdrücken und sich davon ablenken durch z.B. Social Media, Netflix, Shopping, Alkohol etc. Dies wird dann zu einem Stolperstein, wenn das sehr oft gemacht wird. Dadurch kann die Emotion unbewusst weiter schwelen und sich mit anderen früheren unterdrückten Emotionen verbinden und zu einem inneren Pulverfass werden. Wenn die Emotion jedoch präsent wahrgenommen wird (s. Tipps oben), dann verflüchtigt sie sich nach kurzer Zeit und du wirst nicht von der Emotion mitgerissen.

  2. Angst vor Emotionen. Viele Menschen haben Angst vor unangenehmen Emotionen und nie gelernt, wie man damit hilfreich umgehen kann. Die Angst vor der Emotion ist dabei viel grösser / schlimmer, als die Emotion an für sich. Wenn du allerdings nicht davon mitgerissen wirst, verlieren sie ihre Bedrohlichkeit und die Emotionen können neutraler als bewegende Energie im Körper wahrgenommen werden.

  3. Von Emotionen mitgerissen werden. Dadurch wird die Person in einen Strudel gezogen und es fühlt sich als Kontrollverlust an. In diesen Momenten, wo du merkst, dass du mitgerissen wirst, besinne dich auf deinen Körperanker, fühle deinen Körper von innen. Die Hände, Füsse, Becken oder deinen ganzer Körper. Auch ein Mantra wie z.B. “Es ist ok, alles ist ok.” oder ähnliches kann auch hilfreich sein, um wieder präsenter zu werden. Denn wenn du präsent bist, kannst du die Emotion wahrnehmen ohne von ihr mitgerissen zu werden.
    Wenn dies alles nichts nützt, ist Ablenkung sinnvoll. Früher dachte ich immer, Ablenkung sei nicht gut, man sollte Emotionen fühlen etc. ABER, wenn du davon mitgerissen wirst, ist Ablenkung hilfreich, um später in einem neutraleren Zustand nochmals hineinzuspüren. Oder um die Emotion mit unterstützender Begleitung aufzulösen (s. z.B. Coaching für inneren Frieden).

  4. Gedanken / Widerstand re-kreieren Emotionen. Vor allem bei Menschen, die wissen, dass Emotionen besser gefühlt werden, da sie so verpuffen können, kann der folgende unerwünschte Effekt eintreten: Sie fühlen und fühlen und fühlen die Emotionen, die immer wieder kommen, allerdings gibt es keine bis nur wenig Verbesserung. Allerdings gibt es nicht nur unbewusste Emotionen durch unverarbeitete und unterdrückte Erlebnisse, sondern auch durch (Alltags-)Gedanken, die die Emotion ständig neu kreieren. Die Emotionen sind in diesem Fall nicht die Ursache, sondern die Gedanken bzw. der mentale Widerstand. So lange der Verstand gegen ein bestimmtes Ereignis, Situation oder Person Widerstand und viele Gedanken hat, re-kreieren die Gedanken ständig die Emotion und das Wahrnehmen der Emotion setzt bei der falschen Ebene an. Mehr Präsenz in den Alltags-Gedanken wäre hier die Lösung, um nicht alles zu glauben, was du denkst und den mentalen Widerstand zu erkennen (ohne daraufhin noch mehr Widerstand gegen den Widerstand zu haben :) ).

Dies waren ein paar meiner beobachteten Tipps und Stolpersteine um unbewusste und unterdrückte Emotionen wahrzunehmen und zu lösen. Vielleicht hattest du einen Aha-Moment und fühlst dich zuversichtlicher für den Umgang mit deinen Emotionen.

Hast du das Gefühl, dass du sehr alte oder tief unterdrückte Emotionen hast? Dann kann es angenehmer sein, dies in Begleitung zu lösen. Eine präsente Begleitperson unterstützt energetisch, um nicht von der Emotion mitgerissen zu werden und sie einfacher zu wandeln. Gerne begleite ich dich dabei auf unterstützend mit einem Coaching für inneren Frieden. Falls du Interesse hast, findest du hier mehr Infos zum Coaching Angebot:

Manuela Schweizer

Coach & Hypnosetherapeutin

Weiter
Weiter

Blockaden: Wie entstehen einschränkende innere Themen und wodurch werden sie gelöst